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Vorbild
24. Mai. 2017 | Özlem Bächli

Führung und Vorbild ein unzertrennliches Paar

In der Arbeitswelt herrscht Wettbewerb: Einzelkämpfer wollen ihren eigenen Nutzen maximieren. Wie Unternehmen, die auf Kooperation setzen profitieren können, verstehen wir besser, wenn wir wissen, wie der Mensch funktioniert.


Der Chef, der nicht auf die guten Ideen seiner Angestellten eingehen will, ist kein Leader. Der Kollege, der sein grosses Fachwissen nur ungern teilt, wird zuerst entlarvt, dann gemieden. Das Unternehmen, das seinen Erfolg am Misserfolg der Konkurrenz misst, ist auf lange Sicht ein Looser. Wishful thinking? Nein, ganz und gar nicht. Genau das kann man in den Firmen mehr und mehr erkennen. Es stimmt: Unser Wirtschaftssystem ist immer noch geprägt von gewinnen und verlieren – obwohl mittlerweile jeder weiss, dass das System für die Zukunft nichts taugt. Die klassische Ökonomie erklärt das damit, dass es das Ziel des Menschen sei, stets seinen eigenen Nutzen zu maximieren. Deshalb lägen wir im ständigen Konflikt mit andern, deshalb die Machtspiele, Egokriege und Tyrannei allenthalben.

 

Neurowissenschaftlich gesprochen, ist der innere Wettbewerb zwischen limbischem System, das Dinge vermeidet, die unangenehm oder bedrohlich sind und Dinge kognitiv begünstigt, die einem persönlich ein gutes Gefühl vermitteln.


Unsere Gedanken werden weit mehr von diesem Teil des Gehirns beeinflusst, als wir es wahrhaben wollen. Umso wichtiger sind die Gegenspieler Verstand und Ethik und hier unterscheiden sich die Führungspersönlichkeiten massiv. Dem einen geht es um nachhaltige Entwicklung einer Unternehmung, einer Abteilung oder eines Teams. Dem anderen geht es um Gewinnmaximierung. Und so verhält es sich mit dem Vorbild. Denn Führung und Vorbild sind unzertrennlich – die Frage lautet eher, wofür bin ich Vorbild – die Qualität dazu gibt der Beobachter, der Mitarbeiter und nicht der Chef.


Menschen wären geradezu prädestiniert, kooperative Formen des Zusammenlebens zu finden als den ständigen Wettstreit zu reduzieren. Das bestätigt der Verhaltensökonom Professor Matthias Sutter. Mit seiner Forschungsarbeit beweist auch Sutter, dass bei menschlichen Entscheidungen auch Faktoren wie Fairness und Emotionen wie Ärger zählen. Der als «österreichischer Forscher des Jahres» nominierte Wissenschaftler weist darauf hin, dass immer mehr Menschen im Unternehmen Erfolge erzielen, weil sie mit Kooperation führen.


Wie kann eine Zusammenarbeit gelingen?

Soziale Normen und die Vorbildfunktion spielen eine grosse Rolle. Wir alle kennen das Rolltreppen-Phänomen einer U-Bahn. Kaum steht man auf der falschen Seite, wird man darauf hingewiesen, dass man sich im Gegensatz zur sozialen Norm «Rechts stehen, links gehen» verhält. Wir brauchen genau diese Leute, damit das soziale Zusammenleben bestehen bleibt. Zusammenleben funktioniert über ein gemeinsames Werteverständnis und Menschen, die dafür einstehen, die dafür Vorbild sind und die darauf hinweisen, wenn man sich nicht dementsprechend verhält.


Was wenn der Chef es nicht tut?

Die Forschung zeigt, dass Menschen sogenannte «konditionale Kooperierer» sind. Sie suchen Vorbilder und ahmen (unbewusst) diese nach oder orientieren sich an ihnen (bewusst): Sie möchten mit andern an einem Strang ziehen. Deshalb ist das, was die Unternehmensspitze vorlebt, das was in dem Unternehmen das Sagen hat. Wenn der Chef sich also egoistisch und  selbstzentriert verhält, wird das auch von den Mitarbeitern nachgelebt. Leadership ist erfolgreicher, wenn der Chef oder ein Mitglied der Gruppe jedoch im Sinne der Kooperation ein gutes Vorbild abgibt. Denn gerade junge, gute, gebildete Arbeitskräfte haben keine Lust mehr auf dieses „Gerammel“. Denn Führung und Vorbild sind nun einmal einfach ein unzertrennliches Paar.

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Referat und Workshop für Rotary Schweiz District 2000


Wolfgang W. Wulle brachte mit seinem fundierten Wissen, seinem engagierten und berührenden Vortragen seines für uns entwickelten Referats „Gemeinsam bewegen verbindet“ bei den Anwesenden emotionale Verbindung und Inspiration ins Bewusstsein. Mit diesem Referat und den ergänzend durchgeführten Workshops haben wir für unseren Schweizer Rotary Tag am 10. September 2016 die Basis gelegt. Die Feedbacks waren durchwegs positiv und die vielfältigen Rückmeldungen der Clubs über ihre geplanten Aktivitäten zeigen Wirkung.


Herzlichen Dank an Wolfgang W. Wulle für sein Engagement.


Heinz Eberhard, Governor 2016/2017 Rotary Schweiz District 2000

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